Sklaverei ist Geschichte!
Moderne Sklaverei existiert!

Sklaverei ist Geschichte

In 167 von 194 Ländern auf der Welt* gibt es versklavte Menschen.

Obwohl Sklaverei offiziell überall auf der Welt verboten ist, blüht der Handel mit der Ware Mensch in ungeheuren Ausmaßen. Heute leben Schätzungen zufolge mehr Menschen in Sklaverei als jemals zuvor in der Geschichte.

*Quelle: Global Slavery Index 2016

45,8 Mio. Menschen leben in Sklaverei

Sklaverei überall auf der Welt Ghana Dominikanische Republik Philippinen Kambodscha Indien

Sklaverei, was ist das?

Wenn eine Person zum Beispiel unter Androhung von Gewalt, Täuschung, Betrug oder Missbrauch gegen ihren Willen ausgebeutet wird, spricht man von Sklaverei. Sklaverei unterscheidet sich von anderen Arten der Ausbeutung dadurch, dass Opfer mit Gewalt und somit gegen ihren Willen festgehalten werden und sich meist nicht alleine aus ihrer Lage befreien können.

Der Preis für ein Menschenleben beträgt 90$.

Das kostet ein Sklave durchschnittlich und somit deutlich weniger als millionenfach gekaufte Unterhaltungselektronik.

Straflosigkeit führt zu Sklaverei

Sklaverei ist möglich, weil Rechtssysteme oft so kaputt sind, dass sie vor allem arme Menschen nicht schützen. Mangelndes Verantwortungsbewusstsein und schlechte Ausbildung, fehlende Kapazitäten und Korruption bei Ermittlern, Staatsanwälten und Gerichten sorgen dafür, dass sie Ausbeutung wehrlos ausgesetzt sind.

Für Unternehmen – auch deutsche Unternehmen – ist eine lasche Rechtsdurchsetzung oft ein Alibi für Tatenlosigkeit, wenn es um den Schutz vor Ausbeutung und um ethisches Handeln geht. Gleichzeitig ist ein schwaches Rechtswesen für Unternehmen auch eine ständige Herausforderung, die ihre Investitionen beeinträchtigt.

Schuldknechtschaft als Einstieg in die Sklaverei

Schuldknechtschaft ist eine Form von Arbeitssklaverei, die in Indien millionenfach zu finden ist. Menschenhändler verleihen strategisch kleine Kredite an arme Menschen, die keinen formellen Kredit bei einer Bank aufnehmen können. Der Kreditnehmer verpflichtet sich, das Geld durch seine Arbeitskraft abzuzahlen. Die Kreditkonditionen sind so gestrickt, dass der Schuldner keine reelle Chance hat, den Kredit jemals abzuzahlen. Häufig muss ihn dann die gesamte Familie bei der Arbeit unterstützen, sodass die Kinder nicht die Schule besuchen können. Viele Familien werden über diese Masche über Generationen hinweg versklavt.

Ein Drittel aller Sklaven sind Kinder!*

*Quelle: UN

Leere Versprechungen führen in die Sklaverei

Auf den Philippinen, in Indien, Kambodscha, Thailand und vielen anderen Ländern werden jungen Mädchen vermeintliche Versprechungen über Jobangebote gemacht, sodass diese ihren Heimatort verlassen und in größere Städte ziehen. Hier entpuppt sich das Angebot dann als Falle in die Sklaverei und sie werden in der Sexindustrie ausgebeutet. Meist werden sie mit Gewalt und Drogen gefügig gemacht.

Dominikanische Republik

Problem: Sklaverei durch Sexhandel

Betroffene: Junge Frauen, Mädchen und Teenager, 10 % von ihnen noch minderjährig

Sexhandel ist ein gängiges Geschäftsmodell im Inselstaat. Zumeist findet diese Form der Sklaverei von heute auf offener Straße statt. Es ist für potenzielle Kunden sehr einfach, an junge Mädchen und Teenager zu gelangen. 10% der Sexarbeiterinnen in der Dominikanischen Republik sind noch minderjährig. Junge Männer, sogenannte buscones, verkaufen ihre menschliche Ware direkt aus Taxen oder vom Motorrad aus.

Von den weltweit eingenommenen 150 Mrd. $ aus Sklaverei werden zwei Drittel aus kommerzieller sexueller Ausbeutung erzielt.*

*Quelle: ILO

Ghana

Problem: Sklaverei im lokalen Fischereigewerbe

Betroffene: Geschätzt 50.000 Kinder, meist Jungen, einige schon im Alter von 4 oder 5 Jahren

In Ghana werden auf dem größten menschengemachten Stausee, dem Voltasee, geschätzt 50.000 Kinder, meist Jungen, festgehalten. Die Kleinsten sind erst vier Jahre alt, die meisten gerade mal zehn Jahre. Sie werden gezwungen im lokalen Fischereigewerbe zu arbeiten.

Ihnen wird verwehrt, schwimmen zu lernen, damit sie nicht fliehen können. Da sie häufig im Wasser die Netze lösen müssen, wenn sie sich verhaken, ertrinken regelmäßig Kinder. Jungen reisen häufig mit fernen Verwandten oder Bekannten in weiter entlegene Regionen, weil diese ihnen eine Arbeitsstelle oder Schulbildung versprechen. Wenn sie versklavt sind, werden sie mit Gewalt festgehalten oder den älteren Jungen werden ebenfalls in Sklaverei lebende Mädchen als Belohnung versprochen.

Philippinen

Problem: Sklaverei durch Sexhandel

Betroffene: Frauen und Kinder, die als Zwangsprostituierte arbeiten müssen

Manila ist mit 11,7 Mio. Einwohnern nicht nur eine der größten Hafenstädte der Welt. Der Handel mit Frauen und Kindern, die in Sklaverei zur Zwangsprostitution gezwungen werden, hat ebenso große Ausmaße.

2 Mio. Kinder werden weltweit zu sexuellen Zwecken ausgebeutet.*

*Quelle: Unicef

Indien, Kambodscha und Südostasien

Problem: Arbeitssklaverei

Betroffene: Millionen von Menschen, die täglich in Betrieben, Werkstätten oder privaten Haushalten ausgebeutet werden

Überall da, wo Armut und Perspektivlosigkeit aufeinander treffen, ist Sklaverei ein großes Problem. In Südostasien ist die Arbeitssklaverei besonders weit verbreitet. Bettelnde Kinder werden hierbei als Sklaven genötigt Passanten um Geld anzuflehen, während sie selbst nichts davon behalten dürfen.

Unzählige Arbeiter müssen täglich unter Zwang in Textilbetrieben, Ziegeleien und anderen Industriebereichen schuften – ohne eine echte Entlohnung. Aber auch im privaten Rahmen werden Menschen als Haussklaven gehalten, zur Arbeit gezwungen und wie ein Gegenstand benutzt.

Es ist Zeit, etwas dagegen zu tun!

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